Natürlich im WandelErkunden Sie den neuen Auftritt
jetzt erkunden
Das echte Labkraut

Das echte Labkraut

Das echte Labkraut

Inhaltsstoffe & Herkunft

Das Glykosid Asperulosid, Galitannsäure, Zitronensäure, Saponine

Indikation

Auf der seelischen Ebene dient die Wesenskraft des echten Labkrauts als Information für das Selbst, die eigene Sinngebung und Identifikation wieder zu finden, alle aufstrebenden Lebenskräfte neu zu ordnen und behindernde zurückhaltende Hindernisse zu überwinden. Bei allen degenerativen und destruktiven Erkrankungen, bei denen die Kraft der Selbstheilung verloren gegangen ist. Erfolgreich ist es auch bei allen skrofulösen Drüsenschwellungen. Ferner bei Nierengrieß, Steinleiden, und auch als Diuretikum. Äußerlich bei karzinomatösen Hautleiden.

Signatur

Das Labkraut ist in Eurasien heimisch und wächst bevorzugt auf wüsten oder bebauten Plätzen. Es verzweigt sich mit sechs bis neun lanzettlichen Blättern, die quirlig angeordnet sind. Kleine grünlich- weiße Blüten bilden gestielte Trugdolden, die ihren Stand in den Blattwinkeln haben. Das Klebkraut ist ein typischer Spreizklimmer, der ohne Rankenbildung nur mit seinen waagrecht abstehenden Ästen und einem rückwärts gerichteten Stachelchen überall leicht haften bleibt und so im Gebüsch hochklettert. Der liegende oder kletternde vierkantige Stängel ist kahl und nur an den Gelenken verdickt und steifhaarig. Galium blüht von Juni bis Oktober. Die meisten Tiere fressen diese Pflanze. Besonders beliebt ist sie bei Gänsen. Offenbar ist das Labkraut den Tieren aufgrund seiner fermentativen Eigenschaften als Verdauungshilfe nützlich.

Tradition

Das Wort Galium kommt aus dem Griechischen und meint Milch. Das Labkraut bringt Milch zum Gerinnen, ähnlich dem Labferment des Magens. Die bemerkenswerte Eigenschaft der Pflanze, sich mit ihren Widerhäkchen leicht anzuheften, findet sich im griechischen Begriff "aparein" wieder, das "ergreifen" bedeutet. In der Umgebung von neolithischen Pfahlbauten fanden sich auffallend viele Früchte von Galium aparine. Man geht davon aus, dass diese Heilpflanze bei der Käsezubereitung als Labferment gebraucht wurde. In einigen Gegenden Englands ist dies noch bis in unsere Tage üblich. Im römischen Altertum wurde es mit Wein gegen Spinnen- und Schlangenbisse getrunken. Bei den Germanen galt das echte Labkraut als geheiligt. Es war der Göttin Freya-Ostara-Holle geweiht, der Bewahrerin der Natur und ihrer Fruchtbarkeit, Schützerin von Ehe und Geburt. Hippokrates verwendete es als Emmenagogum. Hieronymus Bock setzte es bei Verstopfung und zum Zerfall von Tumorgewebe ein. Osiander, Bulley und Wolff beschreiben gute Wirkungen bei Krebsleiden und Skrofulose. Mehrfach wird es bei Mund- und Zungenkrebs lobend erwähnt. Im Mittelalter wurde die Heilpflanze bei Wassersucht, Leber- und Hautleiden gebraucht, auch bei Kropf und Skrofulose. Im 19. Jahrhundert fand sie Anwendung bei Skorbut und Krebs in Form von Saft und als Salbe.