Natürlich im WandelErkunden Sie den neuen Auftritt
jetzt erkunden
Bittere Schleifenblume

Bittere Schleifenblume

Bittere Schleifenblume

Inhaltsstoffe & Herkunft

Entscheidend für die Wirkung ist das Senfglycosid Glucoiberin, weshalb es wohl auch als herzwirksam eingestuft werden kann. Daneben enthält die Pflanze, besonders angereichert in den Samen den Bitterstoff Ibemarin und sipaminähnliche Fluoreszenzstoffe.

Die bittere Schleifenblume, im Volksmund auch Bauernsenf genannt wächst bevorzugt im Mittelmeergebiet, besonders gern auf Kalk und Dolomit. Sie wird aber auch als Gartenzierpflanze angebaut.

Indikation

Gibt innere Balance, stabilisiert den gleichmäßigen Takt der Lebensrhythmen, vor allem dann, wenn der Rhythmusverlust zu Irritationen im Bereich des Herzens führt. Gibt konzentrierte und überlegene Ruhe zurück. Führt das Innen mit dem Außen ins Gleichgewicht. Auch bei Lungenstauung und Pleuritis kann die äußere Anwendung entlastend sein. In der Homöopathie ist es inzwischen zu einem bewährten Mittel avanciert bei Präinsuffizienz, bei Hypertonie und Angina pectoris. Auch bei Cor nervosum mit unruhigen Palpitationen hat es sich bewährt. Mezger schildert positive Erfahrungen, wenn jeder 3., 4. oder 5. Herzschlag aussetzt und große Unruhe besteht mit Präcordialangst. Eine besondere Indikation stellt der Herzblock dar, weil bei dieser Störung Digitalis kontraindiziert ist. Hier kann das Heilmittel als Dauermedikation sehr hilfreich eingesetzt werden. Auch bei Kopfkongestionen, die Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Ohrgeräusche auslösen ist es wirksam. Die damit oft verbundenen Konzentrationsstörungen bessern sich gleichermaßen. Auch im Abdominalbereich soll es bei Stauungszuständen, Leberdruck, Meteorismus, Übelkeit und vermehrtem Luftaufstoßen, das die Symptome bessert, hilfreich sein.

Signatur

Der immergrüne Halbstrauch gehört in die Familie der Kreuzblütler. Er bildet bis zu 50 cm hohe Stängel aus, die sich abstehend verzweigen, so dass die Verzweigungen eckig aussehen. Die peripher gezähnten, länglich keilförmigen Blätter sind immergrün und werden 3 - 5 cm lang. Die weißen Kreuzblüten stehen in lockeren, endständigen Trauben, die sich während der Blütezeit verlängern. Auch die Kronblätter sind in der regel weiß, gelegentlich zart violett. Die äußeren Blütenblätter sind 6 - 8 mm, die inneren halb so lang. Die Samenschötchen werden 6 - 8 cm lang, sind fast genau so breit und haben einen flügelartigen Rand wirken gut ausbalanciert. Blütezeit ist Mai bis August.

Tradition

Schon im Altertum war die Pflanze als Heilmittel bekannt. Plinius berichtet von der erfolgreichen Behandlung bei einem chronischen Lungenleiden. Dioscurides erwähnt es als gutes Mittel bei Ischias. Hippokrates nutzte das Heilkraut, um Wundränder aneinander zu legen. Matthiolus beschreibt es als hilfreich bei Gicht und Ischias ebenfalls in Form äußerlicher Anwendung wegen seiner hautrötenden und blasenziehenden Eigenschaften. Clarke und später Schmidt fanden es in homöopathischer Form wirksam bei Herzaffektionen. Viele positive Erfahrungen hat auch 1954 Stiegele niedergelegt. Die Herzwirksamkeit von Iberis amara ist inzwischen in der homöopathischen Erfahrung vielfach bestätigt.